Gründungsgeschichte

Warum es AureoMind gibt.

Eine unbequeme Frage, ein stumpfes Schwert, ein Begriff, der alles erklärte. Aus diesen drei Momenten entstand über Jahre, was heute AureoMind ist.

„Fast ein Jahr saß ich in Meetings — wie ein Beifahrer."

Ich begann meine Ausbildung in der IT nicht mit einem Raketenstart – eher im Schneckentempo. Und das für knapp ein Jahr. Ich hab oft auf die Uhr geschaut. Die Aufgaben aus dem operativen Tagesgeschäft rauschten an mir vorbei – ich saß daneben, als Beifahrer, weil mir schlichtweg das Fachwissen fehlte.

„Wieso bist du eigentlich hier – um rumzusitzen? Das kann ich auch zu Hause. Ist mir meine Lebenszeit so wenig wert?"

Und an einem Tag kamen mir diese Fragen in den Kopf. Das war mein Klick-Moment.

„Ich bin ein Krieger, aber mein Schwert ist stumpf – lass es uns schärfen."

Ab diesem Tag war für mich klar: Ich will mehr. Ich will verstehen. Ich will beitragen. Ich will wirken und mich weiterentwickeln. Ich hab angefangen mich in Meetings einzubringen. Ich habe Fragen gestellt, die keiner stellt. Themen angesprochen, die sonst lieber umschifft werden. Probleme nicht nur erkannt – sondern gelöst. Analyse-Paralyse? Nicht meins. Ich hab reingeklotzt, gelernt, geliefert. Mein Kopf lief wie ein Uhrwerk – ich entwickelte mich vom Low- zum Highperformer. Ich weiß noch, wie mir meine damalige Führungskraft sagte: „Nils, du bist unsere Speerspitze.” Und ich antwortete: „Ich bin ein Krieger, aber mein Schwert ist stumpf – lass es uns schärfen.” Und genau das hat meine damalige Führungskraft getan: Mir wurde Vertrauen geschenkt und der Raum gegeben den ich brauchte.

„Wie oft in Meetings gesprochen — und wie wenig doch gesagt wird."

Über die Jahre habe ich mich weiterentwickelt zum Experten für Service Management mit dem Fokus auf den Bereich Service Desk und einem Fabel für Mobile Device Management im Apple Universum. Ich wurde für das fachliche Führungskräfteentwicklungsprogramm nominiert und schloss kurz darauf zusätzlich den Ausbilderschein ab. Durch meine Neugierde rückte der Mensch für mich immer mehr in den Fokus. Mit der Zeit fiel mir auf, wie oft in Meetings, im Team selbst, zwar gesprochen – aber wie wenig doch gesagt wird. Viele Beteiligte wirken mit – aber nicht zu 100 Prozent. Ich begann mich zu fragen: Warum sind so viele Menschen in Meetings so zurückhaltend? Was hält sie davon ab, sich einzubringen?

„Bei einem Modul irgendwo zwischen Projekt- und Servicemanagement – fiel der Begriff ‚Psychologische Sicherheit'. Das war mein zweiter Klick-Moment."

Mir wurde klar warum ich mich einbringe, Verantwortung übernehme, den rosaroten Elefanten im Raum benenne. Ich fühle mich sicher – in meiner Rolle, in meiner Wirkung, im Team und im Unternehmen. Genauso klar wurde mir, warum viele ihr Wissen, ihre Ideen und Impulse zurückhalten. Nicht, weil sie nichts beizutragen haben – sondern, weil der Raum fehlt, in dem es sich sicher anfühlt, sichtbar zu werden. Wirkung braucht Sicherheit. Ich begann das Thema gezielt zu vertiefen und entschied mich, die Ausbildung zum Psychological Safety Practitioner zu absolvieren.

Was bleibt

Wirksamkeit braucht Sicherheit.

Psychologische Sicherheit ist kein Wellbeing- oder Feelgood-Ding – Psychologische Sicherheit ist der Nährboden für Resilienz, Innovation, Entwicklung und High-Performance. Gerade in Zeiten in denen sich vieles gleichzeitig verändert, erleben Teams massive Unsicherheiten – Prozesse verändern sich, Hierarchien wackeln, Team Dynamiken ändern sich, Rollen verschwimmen und genau dann braucht es Sicherheit. Genau hier will ich unterstützen, nicht nur in einem Unternehmen, sondern überall dort, wo Menschen gemeinsam etwas bewegen wollen.